Eine ziemliche Spontan-Aktion von Hergen und mir, einfach mal eben für eine Nacht an den Schluchsee zu fahren, nur mit etwas Fressalien, den Schlafsäcken und einem Tarp dabei.
Die Fahrt war übrigens ein Erlebnis für sich, Hergen fuhr zu dem Zeitpunkt noch einen Trabbi.
Besonders schön finde ich an dieser Art von "Urlaub" die Eingebundenheit in die Natur. Das Tarp einfach mit selbst zurechtgestutzten Stöcken flach über eine Bodensenke gespannt, und man sieht aus 20-30 Metern Entfernung schon fast nicht mehr, daß da jemand sein Lager aufgeschlagen hat; als Kontrastprogramm zu den üblichen Halligalli-Campern am Schluchsee, mit Kühlbox, Radio und Steilwandzelt...
Hier eine Warung:
Probiert niemals, in der Wildnis Kartoffelklösse zu machen! Es ist eine Riesensauerei! Die Dinger waren dann so eklig, daß wir sie irgendwann liegengelassen haben und am nächsten Morgen in Alufolie direkt ins Lagerfeuer geschmissen haben. Nachdem sie gut durchgebrutzelt waren, gings einigermaßen. Das ist übrigens auf dem letzten Bild zu sehen.
Noch eine nette Begebenheit am Morgen: Hergen macht Tee. Und nachdem er aufgegossen ist und bereits von ihm angetrunken (ich hatte noch nichts), stellen wir fest, daß im Tee wohl einige kleine Maden einen schnellen, plötzlichen und schmerzvollen Hitze-Ertrinkungstod gestorben sind! Immerhin hatten wir den Anstand, die Maden aus dem Tee zu entfernen, bevor wir ihn zu Ende getrunken haben!


Hergen im Bundeswehr-Schlafsack in den frühen Morgenstunden in unserem genialen Tarp.
Leider etwas hohe Kontraste
Icke beim interessanten Frühstücks-Experiment, Bundeswehr-Hartkekse in Früchtetee eingeweicht zu essen.
Man beachte die Mords-Fototasche!
Hergen beim Versuch, die Kartoffelklösse in Alufolie zu verzehren. Es schien ihm sogar zu schmecken!

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