Innerdalen
Mit diesem Namen (das "innere Tal") bezeichnet man die hintere Hälfte eines Tals, das sich von Alvundeid etwa 25 km nach Osten erstreckt, bis zur Inndalsporten, einem engen Paß, der die Grenze zum Storlidalen bildet. Im Vergleich zum benachbarten Romsdalen, sind die Klettereien in Innerdalen weniger prestigeträchtig, aber nicht weniger attraktiv.
Während in anderen Berggebieten Norwegens die Erschließung in vollem Gange war, herrschte inm Innerdalen Ruhe. Erste zaghafte Kletterversuche gab es in den 20er Jahren, aber bis zu den 50er Jahren war das Gebiet nahezu unbekannt für die meisten Bergsteiger. Die erste Kletterroute im IV. Schwierigkeitsgrad eröffneten 1958 Lars arentz Hansen und Olav Innerdal an der eleganten Südostrippe des Skarfjell. Das war der Beginn der Erschließung des Innerdalen. In den folgenden 10-15 Jahren entwickelte sich Innerdalen ohne Zweifel zu dem Kletterzentrum Norwegens. Damals wurden viele bekannte Routen wie Nordveggen (12 Seillängen, V+, A1), Olavsveggen (13 Seillängen, VI-), Tordenpillaren (12 Seillängen, VI-) oder Betzys rute (17 Seillängen, V+) - alle am Skarsfjell - erstbegangen.
Neben dem Skarfjell-Massiv gibt es zahlreiche Kletterrouten am Storsalm-Massiv, am Tarn-Massiv, am Store Dalatarnet oder dem Trolla-Massiv. Alle Klettereien haben alpinen Charakter. Das Gestein ist fester, sicherungsfreundlicher Gneis.
Zentraler Stützpunkt im Innerdalen ist die Innerdalshytta, die man vom Parkplatz am Ende der Straße in gut einer Stunde erreicht. Ein Schwachpunkt ist sicherlich das unbeständige, niederschlagsreiche Wetter, obwohl immer wieder längere sonnige Perioden das Klettern zum Genuß werden lassen.
Als bester Monat gilt der Juni.
(Kjell Ivar Knutsen) |