Das Gebiet liegt bei Eschershausen bei Hameln. Es handelt sich um ein langgezogener Hügelkamm mit 27 Felszinnen verschiedener Größe, die höchsten um die 30 Meter, von wo aus man dann auch die Bäume, die sonst die Felsen umgeben (sie stehen alle im Wald) überblicken kann und eine schöne Sicht ins Tal (der Weser?) hat.





Die Felsen sind alle von oben her zu erreichen, der Zeltplatz des DAV (betreut durch den JDAV Norddeutschland) ist 5-25 Minuten zu Fuß entfernt, je nach dem, welchen Felsen man ansteuert.






Die Kosten:
4 DM (DAV-Mitglied mit Ermäßigung),
6 DM (DAV-Mitglied) oder
10 DM (für Nichtmitglieder) pro Nacht und Person.
Mitglieder der Sektionen der Region brauchen nichts zu bezahlen.


Die Schwierigkeitsgrade reichen von kinderfreundlichen 3 bis zu fingeraufrollenden 8-9.
Das "Schöne" hier: Ohne eigenes Sicherungsmaterial braucht man erst gar nicht anfangen. Viele Route sind selbst abzusichern, und wenn mal Haken gebohrt sind, dann spärlich.









Dafür gibt es Sicherungsmöglichkeiten en masse, sogar den 11er Hex konnte ich ein paar Mal verbauen! (Da ich ihn nicht für irgendwelche Waldaufseher brauchte, die unten stehen und schimpfen...;o) siehe Erbses Klettercomics!)











Das Wetter in Hameln:




Hier noch ein paar kleine Eindrücke:





Zuletzt noch einen gutgemeinten Tipp: verschließt Eure Milchtüten immer gründlich, bevor Ihr weggeht!
Wir hatten einen bedauerlichen Todesfall zu beklagen!








Das Gebiet hat übrigens noch etwas anderes als Kletterfelsen zu bieten: bei den Felsen hinter dem Segelflughafen (5 Minuten mit dem Auto) (wo man im übrigen auch Klettern kann) verbergen sich einige "kleine" Höhlen!

Wer gut sucht, findet sie auch, die Rotesteinhöhle ist die bekannteste und größte (glaube ich), sie ist Heimstatt von irgendwelchen Flatterviechern (hab vergessen, welche) und deshalb im Winter geschlossen, ansonsten geht sie bestimmt 20-30 m in den Fels hinein, sehr hoch und schmal, stellenweise sogar so schmal, daß man nur robbenderweise weiterkommt (also nix mit "erschlossen" oder so! Allerdings gibt es keine unbekannten Stellen mehr in der Höhle).

Ausgrabungen und Funde haben ergeben, daß früher zur Steinzeit oder so hier Menschen gelebt haben. Ein interessantes Detail, das man noch unwissenden Leuten besser erst mitten in der Höhle erzählt (*g*): man fand dort Menschenknochen, die mechanische Ritz-Verletzungen aufwiesen, was beweist, daß man versucht hat, an das Mark im Knochen heranzukommen...; und das Mark ist nur genießbar, wenn der betreffende Mensch noch halbwegs lebte... *hüstel*

Neugierig geworden? :-)

Zu empfehlen sind übrigens die ältesten Klamotten, die man dabei hat, gerade im hinteren Bereich wird es etwas schlammig, und man muß durchaus auch mal auf dem Bauch durchrobben, wenn man ganz ans Ende der Höhle will.

Sobald ich meinen Dia-Scanner habe, kommen auch noch ausführlichere Bilder, bis dahin erst mal nur diese drei:






Alle Fotos sind übrigens mit extremer Langzeitbelichtung entstanden, tlw. bis zu einer Minute. Sehr knifflig das letzte: drei Taschenlampen als Beleuchtung, und die Kamera nur gegen die Wand gepreßt.



Zurück zu den Klettergebieten